Ratenkredite sind die gebräuchlichste Finanzierungsvariante für Verbraucher

Ratenkredit

Ratenkredite sind die gebräuchlichste Finanzierungsvariante für Verbraucher. Mit einem Ratenkredit kann grundsätzlich jedes Vorhaben finanziert werden. Die Anschaffung eines Fahrzeugs ist ebenso möglich wie die Ablöse anderer Kredite oder die Finanzierung von Reisen oder Unterhaltungselektronik.

Charakteristisch für einen Ratenkredit ist die Rückzahlung in gleich hohen Raten, die sich während der gesamten Laufzeit nicht ändern. Der Zinssatz steht von Beginn an bis zur letzten Rate fest. Das macht Ratenkredite zu der Finanzierungsform mit der größten Planungssicherheit. In den monatlichen Raten sind Zins und Tilgung ebenso bereits enthalten wie alle anfallenden Gebühren.

Die Finanzierungskosten eines Ratenkredits sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen unterscheiden sich die Konditionen zwischen den zahlreichen Anbietern am Markt deutlich. Tendenziell bieten Direktbanken günstigere Konditionen als Filialbanken. Zum anderen richten sich die Kosten auch nach dem allgemeinen Zinsniveau, das zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme herrscht. Je niedriger es ist, desto günstiger wird grundsätzlich auch die Finanzierung.

Bei vielen Ratenkrediten entscheidet darüber hinaus die individuelle Bonität des Kreditnehmers über die Konditionen. Je besser die Kreditwürdigkeit durch die darlehensgebende Bank eingestuft wird, desto niedriger der Kreditzins. Für die Bemessung der Kreditwürdigkeit sind Faktoren wie das monatliche Nettoeinkommen, der Berufsstand und der Schufa-Branchenscore wichtig.

Nicht bei allen Krediten spielt die individuelle Bonität eine Rolle. Viele Banken gewähren allen Kreditnehmern dieselben Konditionen. Voraussetzung für die Auszahlung sind auch bei bonitätsunabhängigen Ratenkrediten immer ein ausreichendes Einkommen sowie eine positive Zahlungshistorie.

Die Kosten eines Ratenkredits können sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzen. Neben dem Sollzins können Banken auch eine Bearbeitungsgebühr erheben. Sie beträgt meist 3 bis 5 Prozent des ausbezahlten Kreditbetrages und wird diesem zugeschlagen und mitfinanziert. Bearbeitungsgebühren müssen genauso wie alle anderen Kosten im Effektivzins angegeben werden.

Die Zusammensetzung des effektiven Jahreszinssatzes ist insbesondere im Fall einer vorzeitigen Kündigung des Darlehens durch den Kreditnehmer von Bedeutung. Dann nämlich ist die Bearbeitungsgebühr verloren, so dass der Effektivzins deutlich höher als ursprünglich angenommen ausfallen kann.

Gut jeder vierte Ratenkredit wird heute mit einer so genannten Restkreditversicherung kombiniert. Diese schützt den Kreditnehmer vor Schäden an seiner Bonität, wenn er wegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit die fälligen Raten nicht mehr zahlen kann - dies übernimmt dann die Versicherung. Restkreditversicherungen erhöhen die Gesamtkosten eines Ratenkredits allerdings mitunter deutlich.





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